

Die Geschichte von Gratien & Meyer ist eng mit der Entwicklung der Eisenbahn verbunden. Da er sich der Bedeutung dieses Transportmittels bewusst ist, kauft Alfred Gratien als Produktionsstätte einen Flecken Land, "Le Petit Puy" genannt, in der Gemeinde von Saumur.

Es handelt sich dabei um alte Schächte, die im 12. Jahrhundert durch Abbau von Kalkstein (örtlich "pierre de tuffeau" oder Tuffstein genannt) entstanden sind. Der schon seit Jahren verlassene Ort erweist sich nun als ausgezeichnete Geschäftsgrundlage für Alfred Gratien, der Stollen von ca. 10 Kilometer Länge erwirbt. Der Betrieb der Kellerei beginnt im Jahr 1864.
Im gleichen Jahr gründet der gerade 23 Jahre alt gewordene Alfred Gratien zwei Weinhäuser gleichzeitig: eines im Val de Loire bei Saumur, das andere in der Champagne in Epernay. Einige Jahre später, im Jahr 1874, macht er Albert Jean Meyer, der ursprünglich aus dem Elsass kommt und ein begeisterter Weinliebhaber ist, zu seinem Teilhaber, um den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Als Alfred Gratien 1885 stirbt, vertraut seine Witwe das Schicksal des Unternehmens Albert Jean Meyer an.