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WAS IST DIE FRANZÖSISCHE Lebensart
Schwer zu übersetzen und fast ebenso schwer zusammenzufassen, beschreibt die französische Lebensart eine bestimmte Art, die Dinge zu schätzen: die Gastronomie natürlich, aber auch die Architektur, das Kunsthandwerk, die Mode, die Tischkultur oder das kulturelle Erbe.
Mehr als ein Stil steht sie für eine besondere Wertschätzung von Qualität, Zeit und Details aus, aber auch für die Freude am Zusammensein und Teilen. Eine Philosophie, die sich je nach Region, Handwerk und Anlass unterschiedlich ausdrückt, aber voll und ganz zum Bild Frankreichs in der Welt beiträgt.
Eine bestimmte Vorstellung vom guten Geschmack
In Frankreich beschränkt sich Geschmack nicht auf das, was auf dem Teller liegt. Er kann sich in der Wahl eines Materials zeigen, in der Präzision eines Handgriffs, in der Dekoration eines Tisches oder auch in der Ausgewogenheit einer Architektur.
Von den Kunsthandwerksberufen bis zur Gastronomie, von der Mode bis zum Weinbau – dieses Streben nach dem Schönen und Wohlgetan durchzieht zahlreiche französische Handwerkskünste.
Die Tischkultur ist dafür ein besonders anschauliches Beispiel: Geschirr, Gläser, Materialien und Präsentation tragen dazu bei, eine Harmonie zu schaffen, in der jedes Detail zählt.
Sich Zeit nehmen, die Dinge zu tun
Die französische Lebenskunst unterhält auch eine besondere Beziehung zur Zeit. Manche Rezepte verlangen Geduld. Manche Materialien entfalten ihre Qualität erst mit der Zeit. Manche Weine benötigen mehrere Monate oder gar Jahre, bevor sie ihren Charakter voll entfalten.
Dieses Verständnis für Zeit prägt zahlreiche französische Handwerkskünste, in denen technische Beherrschung mit Geduld einhergeht. Er erlaubt es den Traditionen auch, fortzubestehen und dabei stetig neu interpretiert zu werden.
Die Gastronomie, zentraler Ausdruck der französischen Lebensart
Zur französischen Lebensart gehört untrennbar die Gastronomie. Croissants, Brot, Käse, Gebäck, Weine oder regionale Spezialitäten zeugen von der Vielfalt der französischen Terroirs und Handwerkskünste.
Doch die französische Gastronomie beschränkt sich nicht auf die Summe einzelner Produkte und Rezepte. Sie beruht auch auf der Art, wie man eine Mahlzeit komponiert: die Produkte auswählen, Kombinationen zusammenstellen, den Tisch decken und Speisen und Wein aufeinander abstimmen.
Seit 2010 ist das gastronomische Mahl der Franzosen zudem in die Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO eingetragen. Über die Gerichte selbst hinaus rückt diese Anerkennung eine soziale und kulturelle Praxis in den Fokus, die Mahlzeit, Produkte, Kombinationen, Gesten und die Rituale der Tafel miteinander verbindet.
Regionen, die diese Lebensart prägen
Es gibt nicht die eine französische Lebensart. Die Provence, das Burgund, das Elsass, die Bretagne oder das Loiretal besitzen jeweils ihre eigenen Landschaften, Spezialitäten, Traditionen und Handwerkskünste.
Genau diese Vielfalt macht einen der Reichtümer der französischen Kultur aus: Hinter einem Produkt oder einer Spezialität verbirgt sich oft eine Region mit ihrem Klima, ihren natürlichen Ressourcen und ihren eigenen Techniken.
An der Loire bilden Weinberge, Gastronomie, architektonisches Erbe und Landschaften so eine einzigartige Identität, die eng mit der Geschichte der Region verbunden ist.
Eine zurückhaltende Eleganz
Die französische Lebensart wird auch mit einer bestimmten Vorstellung von Eleganz verbunden: einer Eleganz, die eher auf Stimmigkeit als auf Prunk beruht.
Ein schönes Material, ein sorgfältig ausgewähltes Objekt, ein schlicht gedeckter Tisch oder ein meisterhaftes Handwerk können genügen.
Es ist ein Streben nach Raffinesse in der Einfachheit, bei dem Qualität und die Aufmerksamkeit für Details wichtiger sind als demonstrativer Luxus.
Geselligkeit und Teilen, im Herzen der Lebensart
Die französische Lebenskunst erzählt sich auch am Tisch. Die Mahlzeit, der Aperitif und besondere Anlässe sind Rituale, die das gesellschaftliche und kulturelle Leben Frankreichs begleiten.
Sie schaffen Momente der Begegnung, des Gesprächs und der Weitergabe. Dabei verbindet sich die Freude am Gastgeben mit der Freude, sorgfältig ausgewählte und zubereitete Speisen miteinander zu teilen.
Diese Geselligkeit kann sehr unterschiedliche Formen annehmen: ein Mittagessen, das sich in die Länge zieht, ein für einen besonderen Anlass gedeckter Tisch, ein improvisierter Aperitif oder ein Essen, das eigens zur Feier eines Ereignisses geplant wurde.
Über den Anlass selbst hinaus drückt sich darin eine bestimmte Aufmerksamkeit für andere aus: gute Produkte auswählen, einen Tisch vorbereiten, ein Rezept weitergeben oder ein Handwerk vermitteln.
Teilen, Gastgeben, Vermitteln und Feiern sind damit wesentliche Bestandteile der französischen Tischkultur.
Gratien Meyer, ein an der Loire geborenes Handwerk
In dieser Welt ist die Geschichte von Gratien Meyer verwurzelt. In Saumur erzeugt das Haus seit 1864 seine Feinen Perlen der Loire im Herzen seiner in den Tuffstein gegrabenen Keller.
Das Terroir der Loire, die traditionelle Methode, lange Reifezeiten und das Streben nach Eleganz prägen den Stil seiner Cuvées.
Ein französisches Handwerk, das ganz selbstverständlich Teil einer französischen Lebensart ist, die von Geschmack, Raffinesse und Entdeckerfreude geprägt ist.
Weil die französische Lebensart sich auch davon nährt, was man anderen näherzubringen wählt, führt Gratien Meyer so einen der Ausdrucksformen des Weinbauerbes der Loire fort: sorgfältig erzeugte Cuvées, von denen jede auf ihre Weise von ihrer Herkunft und ihrem Handwerk erzählt.
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